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Neu und gut für Eltern: Die Brückenteilzeit

Überwindung der Teilzeitfalle durch die neue sog. Brückenteilzeit

1. Problem: Die Teilzeitfalle

Viele Eltern kennen das Problem: Aufgrund mangelnder Kinderbetreuung können sie nicht mehr Vollzeit arbeiten; insbesondere nach dem Ende der Elternzeit kommt dies häufig vor. Bislang sah das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) zwar eine Möglichkeit der Reduktion vor – allerdings nur einen steinigen Weg, um anschließend wieder Vollzeit arbeiten zu können. Man war dann auf die Unterstützung des Arbeitgebers angewiesen. Fehlte diese, schnappte die sog. Teilzeitfalle zu: Der Mitarbeiter beantragt Teilzeit und kommt nicht mehr heraus; mit langfristig erheblichen finanziellen Folgen.

2. Jetzt neu: Die Brückenteilzeit

Der Gesetzgeber hat ab dem 01.01.2019 die sog. Brückenteilzeit eingeführt. Arbeitnehmer können gem. den Anforderungen des neuen § 9a TzBfG eine nur befristete Reduzierung der Arbeitszeit beantragen. Die Dauer der Befristung muss zwischen einem und fünf Jahren liegen. Einen Anspruch darauf gibt es allerdings nur in Unternehmen mit mehr als in der Regel 45 Beschäftigten (ohne Auszubildende) und auch nur, wenn der Mitarbeiter schon länger als sechs Monate dort tätig ist. Ein solcher Antrag bedarf keiner besonderen Begründung, er muss aber mind. drei Monate im Voraus in Textform gestellt werden.

Der Arbeitgeber kann ihn nur soweit ablehnen, wie betriebliche Gründe entgegenstehen. Im Ergebnis dürfte dies für viele Mütter und Väter eine erhebliche Erleichterung bedeuten.

Wenn Sie Fragen hierzu haben, sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen. Oder, um es mit unserem Motto zu sagen: Leben Sie einfach weiter, wir fuchsen Sie da durch.

Daniel B. Jutzi
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht